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Nov 13

#222 Jahresend-Check: So optimierst Du Deine Rendite!

By bkumwa | Podcast

Was Du zum Jahresende tun musst!

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Es ist November und damit stellt sich die Frage: Kommt da noch was oder war es das für das Börsenjahr 2023? Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir eine schlimme Krise an der Börse. Dieses Jahr haben sich viele Werte wieder berappelt. Nun ist wieder November und daher gebe ich Dir in dieser Folge einen Überblick darüber, was Du jetzt in den letzten zwei Monaten tun bzw. worauf Du achten solltest, um das Jahr gut zu Ende zu bringen. Hast Du Rendite gemacht? Wie hoch war sie und was sagt das im Vergleich über Deine Werte aus? 

Es wird Zeit für einen Rückblick: Ist das Jahr gut gelaufen oder nicht? Ich persönlich glaube, es ist der falsche Ansatz, in den letzten 6-7 Wochen alles vom Jahr aufholen zu wollen. Das wird nicht funktionieren – Du würdest zwangsweise ein zu großes Risiko eingehen. Für mich persönlich gibt es vier ganz wichtige Themen, die ich mir im November/Dezember jeden Jahres mal zur Brust nehme. Natürlich kannst Du diese Punkte auch das ganze Jahr über betrachten, für mich sind sie in den letzten Wochen eines Jahres wichtig, weil ich mir dann das Feedback ziehe, wie es gelaufen ist. Schauen wir uns an, welche das sind!

Diese vier Themen sind jetzt unglaublich wichtig:

  1. Deine Rendite
  2. Deine Strategie
  3. Deine Steuern
  4. Ziehe privat und an der Börse Dein Fazit: Wie ist Dein Jahr gelaufen?

Deine Rendite

Jetzt ist die beste Zeit, um ein Resümee zu ziehen: Wo stehe ich, wie sieht meine Rendite für das Jahr 2023 aus? Doch nicht nur der Status Quo ist super wichtig – fast noch wichtiger für jeden Investor ist: Wo wollte ich denn eigentlich stehen, was wollte ich erreichen? Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Du hast die Rendite wirklich erzielt – dann herzlichen Glückwunsch! Wenn Du sie nicht erreicht hast, solltest Du Zweierlei tun: Dir überlegen und nachprüfen, warum Du sie nicht erreicht hast und Du solltest auch schauen, ob Deine Emotionen und Du es verbockt haben oder die Marktsituation an sich.

Wenn Du das analysiert und verstanden hast, hast Du einen letzten großen Punkt zu tun: Was änderst und lernst Du daraus? Hierfür empfehle ich es immer, ein Trading Journal zu führen. So hast Du die Möglichkeit, immer den Überblick zu behalten. Du bekommst aus diesem Trading Journal ein Feedback und mit diesem Feedback kannst Du es besser machen. 

Deine Strategie: 

Du wirst hoffentlich mit einer gewissen Strategie an die Märkte herangetreten sein. Vielleicht warst Du in einem meiner Seminare oder bei der Finance Mastery. Dann weiß ich ganz bestimmt, Du hast eine persönliche Strategie ausgearbeitet. Wenn Du aktuell “nur” meinen Podcast hörst und vielleicht mein Buch gelesen hast, wirst Du dennoch wissen: Du brauchst als Investor eine glasklare Strategie. Jetzt zum Jahresende ist der Zeitpunkt gekommen:

Hast Du alles so umgesetzt, wie Du es Dir vorgenommen hast?

Jetzt haben wir wieder zwei Möglichkeiten, wenn Du alles umgesetzt hast: Hat es geklappt? Wenn nicht nur die Renditen gut waren, sondern Du auch Deine Strategie konsequent umgesetzt hast und das erzielt hast, was Du wolltest, dann gratuliere ich Dir!
Wenn Du es jedoch nicht geschafft hast, musst Du auch hier wieder in die Analyse gehen: Warum hast Du es nicht geschafft? Hast Du nicht alles umgesetzt? Was hast Du nicht umgesetzt und vor allem – warum? Es ist ganz wichtig herauszufinden, wo der Fehler lag. Waren es strategische Fehler? Gab es Emotions-(Ver-)Käufe? Ein Extratipp: Trade mit jemand anderem zusammen und macht einmal die Woche einen Abgleich. So könnt ihr gegenseitig kontrollieren, ob der jeweils andere seine eigenen Regeln befolgt hat. 

Deine Steuern:

Bei diesem Thema würde ich Dir tatsächlich empfehlen, auch während des Jahres schon mal einen Blick darauf zu werfen. Für das Thema Steuern ist vorrangig erstmal ganz wichtig, wie Du tradest: Tradest Du in einer Stiftung, privat, für eine GmbH? Wir können hier nicht auf alles detailliert eingehen. Was wir uns aber anschauen, ist die Tatsache, dass Aktien und Gewinne der verschiedenen Vehikel verschieden versteuert werden. Wenn Du über unsere Seminare kommst, generierst Du z.B. einen großen Cashflow über die Optionen.

Jetzt zum Jahresende ist daher die beste Zeit, sich auf legalem Wege anzuschauen, wie man das ganze Steuergame ein wenig optimieren kann. Ich persönlich bin immer der Meinung, wenn wir so viele Steuern haben und so viel Steuern zahlen können, dann ist es auch völlig legitim zu schauen, wo man Steuern sparen kann. Wenn Du beispielsweise einerseits Aktien mit Verlusten hast und auf der anderen Seite solche mit Gewinnen, dann kann man hier gewisse Dinge ein wenig verrechnen. Bonustipp auch für 2024: Ich empfehle, quartalsweise mal in die Steuersituation reinzuschauen. So kannst Du unter dem Jahr auch schon Deine Strategie anpassen. Beachte nur immer: Verzock Dein Steuergeld nicht, das gehört bestenfalls auf ein Extrakonto. Steuern werden immer fällig.

Ziehe privat und an der Börse Dein Fazit: Wie ist Dein Jahr gelaufen?

Ein letzter sehr wichtiger Punkt ist für mich immer das Fazit. Das kannst und solltest Du sowohl privat als auch für Dein Börsenjahr ziehen. Wie ist es denn gelaufen? Bist Du zufrieden? Wie planst Du das nächste Jahr? Über diese vier Punkte kannst Du in diesem Zusammenhang nachdenken:

  1. Wie hat sich Dein Einkommen verändert – verdienst Du heute mehr? Sowohl bei Ja als auch bei Nein – mach Dir bewusst, woran es liegt. Warum hast Du in diesem Jahr mehr verdient/warum nicht? Kümmere Dich Ende des Jahres um Dein Geld. Was hat funktioniert/was nicht? Nutze diese Erfahrungen, um Deine Strategie fürs neue Jahr anzupassen. 
  2. Klug & konstant lernen & wachsen: Nimm Dir Ende des Jahres Zeit und schau Dir an, was Du erreicht hast. Wo stehst Du/wo wolltest Du hin? Ist das Jahr gut für Dich gelaufen? Beachte dafür auch Faktoren wie Gesundheit, Soziales, Zufriedenheit. 

Du kannst vieles messen: Dein Gewicht, Dein Geld, Deine Rendite. Es gibt aber auch viele Softfacts, wie die Tatsache, wie Du Dich fühlst. Das bringt mich zu meinen drei Gs:

Glück, Gesundheit und Geld.

Diese drei Faktoren gehen immer zusammen. Sie beeinflussen Dein Leben. Ich persönlich glaube, wenn es Dir richtig gut geht, wenn Du richtig strahlst, dann strahlst Du es auch ins Universum aus, und damit wirst Du die richtigen Menschen anziehen. Damit wirst Du das Geld anziehen. Damit wirst Du die richtigen Aktien kaufen. Denn alles auf der Welt ist Energie.

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Nov 06

#221 Meine Prognose für das Jahresende: Das solltest Du mit Deinen Aktien machen!

By bkumwa | Podcast

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Was bisher geschah… und was Dich in den letzten 8 Wochen des Jahres noch erwartet: Marktüberblick Oktober & Ausblick November/Dezember

Ganz so schrecklich wie Halloween wird es an der Börse wohl nicht werden. Doch Monatsende bedeutet für uns immer: Zeit für einen neuen Marktüberblick! Was ist im Oktober passiert, was erwarten wir in den letzten Wochen des Jahres, und wie kannst Du Deine Rendite und Dein Depot jetzt noch auf Vordermann bringen? Wie immer schauen wir dabei auf das Who-is-Who der Börsennamen, mit dabei sind unter anderem der Dow Jones und die Nasdaq. Natürlich darf auch ein Blick auf Gold/Silber sowie Euro/Dollar nicht fehlen, und wir schauen uns auch an, was sich beim UM Strategy Fund getan hat.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was ist im Oktober auf den Märkten passiert?
  2. Was bewegt die Märkte?
  3. Was erwartet uns?
  4. Wie geht es weiter?

Was ist im Oktober auf den Märkten passiert?

Schauen wir uns zunächst mal im Überblick die gängigen Größen der Börse an: Was war los, und was bedeuten die Zahlen im Vergleich zum Vormonat? Wir haben für einen besseren Überblick unsere monatliche Liste noch um den Russell 2000 und den MSCI World ergänzt.

Dow Jones: Von 33.500 ging es ein Stückchen runter auf 32.900, das bedeutet ein Minus von 1,8 %. 

Nasdaq: Von 14.715 gibt es ein Minus auf 14.335, das ist in Prozenten ausgedrückt ein Minus von 2,6 %. Wenn wir uns die Nasdaq gleichgewichtet anschauen, hat sie sogar ein Minus von 5,5 % erwirtschaftet. Auf Jahressicht haben wir sogar ein sattes Plus von 31 %.

S&P 500: 4.288 auf 4.166 runter – das macht ein Minus von 2,8 %. Gleichgewichtet hätten wir auch hier einen Verlust von über 5 %. Auf Jahressicht haben wir 8,5 % Plus – und das ist interessant – denn gleichgewichtet haben wir einfach ein Minus von stattlichen 5 %.

Russell 2000: Hier gibt es einen Abwärtstrend von 1.785 auf 1.647, das macht ein Minus von satten 7,8 %. Auf Jahressicht hat er 6,5 % verloren.

MSCI World: Im Oktober ist er von 2.853 auf 2.757 gesunken, das sind – 3,4 %. Jahressicht: knappe 6 % im Plus.

DAX: Der DAX hat von 15.386 auf 14.700 rund 4,6 % verloren. Jahressicht: 5,5 % im Plus.

Öl: Hier ging es üppige 10 % runter, von 90/91 auf rund 82. Auf Jahressicht ist die Lage fast unverändert.

Euro/Dollar: Hier gab es faktisch keine Veränderung, wir haben im September bei 1,06 die Werte verlassen, dort steht der Wert heute immer noch. Nach dem Komma haben wir eine Veränderung von ungefähr 0,4 %. Auch aufs Jahr gesehen gibt es fast keine Veränderung.

Gold/Silber: Gold hat im letzten Monat knapp 8 % zugelegt (von 18,48 auf 19,96), Silber immerhin noch 5,2 % (von 22,18 auf 23,34). 

Bitcoin: Auch der Bitcoin ist beachtlich gestiegen – von 27.072 ging es rauf auf 34.440. Das ist ein schönes Plus von 27 %. Auf Jahressicht ergibt sich sogar ein großes Plus von 108 %. Allerdings muss man dabei auch immer bedenken, dass dem ein gigantisches Minus vorausgeht – der Bitcoin kommt eigentlich von knapp 65.000.

UM Strategy Fund: Unser Fund ist im letzten Monat von 91,55 auf 88,50 gesunken, das macht ein Minus von rund 3,4 %. Auf Jahressicht sind wir aber weiterhin 13 % im Plus.

Was bewegt die Märkte?

Tatsächlich hat der Oktober seine gewöhnlichen Erwartungen nicht erfüllt: Normalerweise gehen die Märkte ab Mitte Oktober etwas rauf, das ist diesmal nicht passiert. Lediglich in den letzten ein, zwei Tagen wurde es ein wenig positiver. Tatsächlich sind die Anleger aber gerade vorsichtig euphorisch, denn die Berichtssaison ist in vollem Gange und bisher haben rund 75 % der Unternehmen bessere Zahlen präsentiert als ursprünglich angenommen. Fairerweise sei hier aber erwähnt, dass die Erwartungen grundsätzlich recht niedrig gehalten wurden.

Natürlich gibt es aber weiterhin die üblichen verdächtigen Themen, die uns schon längere Zeit beschäftigen: Zinsen, Inflation, Russland-Ukraine, mittlerweile auch Hamas-Israel, Rezession, und wie geht es eigentlich weiter? Und zu guter Letzt die aktuellen Sparraten  – all das beeinflusst die Menschen und damit die Märkte und die Wirtschaft. 

Was erwartet uns?

Wenn wir uns die Saisonalität einmal anschauen, dann stehen wir am sogenannten “Halloween-Effekt”: Man sagt, nach Halloween, ab Anfang November, kommen die besten sechs Monate an der Börse. Das bedeutet also nicht nur einen positiven Blick auf das Jahresende, sondern auch einen weiteren Blick bis in den April hinein. Was die Inflation angeht, geht es ein Stück weit zurück: Wir liegen aktuell bei unter 4 %. Damit liegen wir schon deutlich unter den Werten vom Jahresanfang. Vor etwa einem Jahr lagen wir in der Spitze sogar bei über 10 %. 

Damit stehen aber dennoch weiter die Rezessionssorgen vor der Tür: EZB und FED haben immer zwei sehr wichtige Aufgaben: Stabilität und Vollbeschäftigung – und beides ist nun mal nicht zu bekommen. Das ist ein bisschen wie Ebbe und Flut, auch die Wirtschaft bewegt sich in Wellen. Die Analysten und Experten tappen natürlich ebenfalls immer ein bisschen im Dunkeln – bei der EZB/FED ist das ähnlich. Der Zinsanstieg zuletzt war gigantisch, jetzt bleibt die Frage, ob wir die Inflation abgewürgt haben und ob die Zinsen schon zu hoch sind. Aktuell haben wir eine Zinspause, aber man darf gespannt sein, in welche Richtung es dann weitergeht. 

Zinsanhebungen und -Senkungen kommen in der Regel auch immer erst nach 3-6 Monaten in der Wirtschaft an, und durch diese Verdachtsmomente kann es eben auch passieren, dass eine EZB/FED zu weit oder zu kurz läuft und entsprechend ihren Entscheidungen korrigieren muss. Auch das hat selbstverständlich wieder Auswirkungen, entweder wird die Wirtschaft mit der Inflation abgewürgt oder wieder stimuliert.

Wie geht es weiter?

Schauen wir uns jetzt nochmal den Fear & Greed Index an, dann lagen wir letzten Monat bei 24. Null ist die größte Angst, 100 die größte Gier. Aktuell liegen wir bei 28, damit sind wir also immer noch im Bereich der Angst. Ein Wert von 50 wäre neutral. Das bedeutet für uns, die Menschen werden immer noch durch Angst geleitet und daher können wir immer noch eher darüber nachdenken, in Aktien zu investieren. 

Wichtig ist, ganz genau hinzuschauen, denn am Ende geht es immer um Umsätze, Dividenden, Schulden, Mitarbeiter – das sind die Punkte, die die Börsenkurse langfristig bewegen. Hinzu kommen dann noch Dinge wie aktuell Israel, das sind Situationen, die die Märkte natürlich deutlich beeinflussen können und auch die Angst fördern. Zusätzlich sorgt das hohe Zinsniveau unter Umständen auch für weniger Investitionen seitens der Unternehmen.

Sind die Zinsen so hoch wie jetzt, werden Kredite deutlich teurer – das betrifft neben Unternehmen auch Verbraucherkredite. Auch hier wird also das Geld enger beisammen gehalten. Ganz schlimm trifft es aktuell die Bauindustrie, weil viele Haus- und Wohnungseigentümer jetzt schon große Schwierigkeiten bekommen haben. Spannend wird hier noch sein, wie eine EZB auf diese Entwicklungen (auch in Hinblick auf die vielen bisherigen Pleiten) reagiert, denn sie darf natürlich die Wirtschaft nicht komplett abwürgen. Der Wiederaufbau wäre kaum zu schaffen und unfassbar aufwändig.

Bisher ist die deutsche Wirtschaft geschrumpft, allerdings um einen unbedeutend niedrigen Wert. Es bleibt spannend, wie es weitergeht und wie die Konjunkturprognosen letztendlich aussehen. Bisher erwartet man einen negativen Wachstums-Wert von 0,6 %.

Tatsächlich haben die Deutschen immer noch 4,5 Billionen Euro auf der hohen Kante (Tageskonten, Sparbücher, Festgeld), das hat der kürzliche Spartag gezeigt. Es werden zwar auch hier wieder 2,3,4 % Zinsen geboten, doch im tatsächlichen Leben, im Realzins, liegt man immer noch im Minus, wenn man die tatsächlichen Kosten und die Inflation berücksichtigt.

Ich glaube, wir werden eine gewisse Bodenbildung erleben. Im November und Dezember werden die Märkte meines Erachtens wieder etwas steigen. Vor allem, was die Weihnachtssaison und das Window Dressing angeht – da sind mit Sicherheit noch Gelder zu holen. Es gibt auch einige sinnvolle Aktien, die man aktuell einkaufen könnte. Wie immer ist das keine Kaufempfehlung, sondern gilt aus schulischer Sicht.

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Okt 30

#220 Hypes & Megatrends: Was Trader jetzt wissen müssen

By bkumwa | Podcast

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Hypes & Megatrends: So machst Du Dir diese zu nutze!

Ein spannendes Thema erwartet Dich in dieser Folge: Es geht um Trends. Microtrends, Megatrends, Hypes. Wo ist der Unterschied, und wie kannst Du sie Dir zu Nutze machen? Wie entstehen solche Trends überhaupt? Du bekommst nicht nur interessante Hintergrundinformationen zum Thema, ich verrate Dir auch warum, und vor allem wie man mit Megatrends riesige Vermögen aufbauen kann. Wie kannst Du aus Megatrends die richtigen Schlüsse ziehen?

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was solltest Du über das Thema Megatrend wissen?
  2. Was sind Megatrends?
  3. Wie entstehen Megatrends?
  4. Welche großen 10 Megatrends gibt es aktuell auf der Welt?

Was solltest Du über Megatrends wissen?

Ich sage immer gerne, Megatrends sind so etwas wie Lawinen in Zeitlupe. Sie entwickeln sich in der Regel etwas langsam, sind aber enorm mächtig. Zudem entwickeln sie sich immer weiter. Außerdem solltest Du verstehen, dass Megatrends auf allen Ebenen der Gesellschaft wirken. Wirtschaft, Politik, Forschung, alle, die Entscheidungen treffen (müssen) sind besonders beeinflusst und halten ein Auge auf Megatrends. 

Was sind Megatrends?

Wenn wir über Megatrends nachdenken, möchte ich an dieser Stelle einen vermeintlich alten Trend aufgreifen: Das Spiel Pokémon Go. Vor Jahren kam das Thema auf. Im Laufe der Zeit ist ein regelrechter Hype darum entstanden. Ein Hype ist in der Regel zwar schnell, flacht aber vergleichsweise auch ebenso schnell wieder ab. Deswegen bezeichnet man Hypes als sogenannte Microtrends. 

Im Vergleich dazu ist ein Megatrend größer, länger und beschreibt weitgehend komplexe Veränderungsdynamiken. “Ein Modell für den Wandel der Welt” sozusagen, und ich glaube, wir sind uns alle einig: Pokémon Go hat die Welt nicht verändert, aber hinter diesem Hype, dem Microtrend, steht das Thema Konnektivität. Das gemeinsame Connecten, Dinge gemeinschaftlich erleben, … das gehört alles dazu. Facebook oder Twitter beispielsweise wären andere Megatrends in diesem Sinne. 

Klare Definitionen, um einen Megatrend zu erkennen (sogenannte Tiefenströmungen des Wandels):

  1. Dauer/Halbwertszeit, bei Megatrends in der Regel mindestens 50 Jahre
  2. Ubiquität, d.h. es betrifft alle Lebensbereiche
  3. Globalität, es ist also ein weltweites Phänomen
  4. Komplexität, d.h. das Thema ist mehrschichtig und mehrdimensional

Vereinfacht würde ich Megatrends als Blockbuster des Wandels bezeichnen. 

Wie entstehen Megatrends?

Wenn wir uns also die Welt der Trends anschauen, ist eine Frage besonders wichtig: Wie entstehen Megatrends überhaupt? Megatrends entstehen eigentlich gar nicht richtig, vielmehr geht es um die Beobachtung von langfristigen Entwicklungen, die am Ende eine große Relevanz für alle verschiedenen Bereiche haben. Außerdem lassen sie sich mit einer großen Wahrscheinlichkeit bis in die Zukunft verlängern. Klimawandel und erneuerbare Energien beispielsweise, wären auch so eine Beobachtung. Hinter der Digitalisierung steht der Megatrend der Konnektivität.

Welche großen Megatrends gibt es aktuell auf der Welt?

Welche Megatrends sind aktuell die großen Treiber von Wirtschaft und Gesellschaft?

  1. New Work (Homeoffice, Work-Life-Balance, Arbeitsweisen der Gen Z & Y, Digitale Arbeit)
  2. Globalisierung (internationaler Handel/internationale Handelsbeziehungen)
  3. Mobilität (Entstehung einer mobilen Weltkultur, vom Fahrrad bis zum selbstfahrenden Auto)
  4. Konnektivität (dominantes Grundmuster des gesellschaftlichen Wandels durch Vernetzung und digitale Internetstrukturen)
  5. Gesundheit (als fundamentalsten Wert, den die Menschheit hat, Nahrungsergänzungsmittel, Yoga, autogenes Training etc.)
  6. Neo-Ökologie (Nachhaltigkeit, Umwelt, Ökologie)
  7. Individualisierung (Kultur, Selbstverwirklichung, Freiheit)
  8. Urbanisierung (immer mehr Menschen leben in Städten)
  9. Silver Society (Menschen werden immer älter und möchten länger fit bleiben)
  10. Sicherheit (gefühlt gibt es ständig neue Gefahren, damit einher geht aber auch ein größeres Sicherheitsthema)

Kleinere Trends mit eventuellem Kurs zum Megatrend:

  1. KI
  2. Infrastruktur

Ob aus den letzten beiden wirklich Megatrends werden, das wird die Zeit zeigen. Das Zeug dazu haben sie meiner Meinung nach, vor allem in puncto Infrastruktur wird immer mehr passieren.

Wie immer gilt: Im Podcast genannte Aktien sind keine Kaufempfehlung.

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Okt 23

#219 Brennen statt Verbrennen: Nadine Hebbel über den Weg zur persönlichen und finanziellen Erfüllung

By bkumwa | Podcast

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Brennen statt Verbrennen! So kommst Du selbstbestimmt zu mehr Glück im Beruf und im Alltag!

Heute habe ich einen spannenden weiblichen Gast im Interview: Nadine Hebbel. Nadine blickt auf viele Jahre als Entscheiderin und Verantwortliche zurück. Sie war Vorstandsvorsitzende, Verantwortliche für mehrere hundert Mitarbeitende und auch Krisenmanagerin. Von Standortschließungen und anderen Unternehmensherausforderungen kann sie ein Lied singen. Heute steht sie mir Rede und Antwort. Mittlerweile ist Nadine bei uns in der Akademie als Coach unterwegs und hilft anderen bei dem, was sie für sich mit ihrem Leitsatz schon umsetzt: “Brennen statt Verbrennen!”. Außerdem arbeitet Nadine als Neurocoach und Interimsmanagerin, tradet und liebt ihr selbstbestimmtes Leben.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was konntest Du bisher aus Deinen Investments mitnehmen?
  2. Wie war unser Event für Dich und was daran war für Dich besonders?
  3. Wie wichtig schätzt Du die mentale Komponente im Börsenthema ein?
  4. Wie definierst Du das Thema Wohlstand?
  5. Du verlierst Dein gesamtes Vermögen: Welche drei Schritte würdest Du konkret starten, um wieder Vermögen aufzubauen?

Was konntest Du bisher aus Deinen Investments mitnehmen?:

War Dein bisher schlechtestes Investment & was waren Deine Learnings daraus?

Auf die Frage nach ihrem bisher schlechtesten Invest hat Nadine eine klare Antwort: Der Kauf einer Wohnung war nicht die beste Idee. Nicht mal finanziell, sondern ein klarer Fall von “zur falschen Zeit am falschen Ort”:

“Ich würde nicht mal sagen, dass es finanziell schlecht war. Ich habe mir die Wohnung selbst gekauft und wollte selbst dort einziehen. Bin ich auch, aber ich musste dann feststellen, ich hab die Wohnung in der falschen Energie gekauft, am falschen Ort und zum falschen Zeitpunkt. Ein Jahr habe ich dann versucht, dort glücklich zu werden und habe gemerkt, okay, das funktioniert einfach nicht.”

Nadines Lösung: Sie ist wieder ausgezogen und hat die Wohnung wenigstens mit einem finanziellen Gewinn wieder verkaufen können. Ihr Learning ist denkbar einfach und doch so wichtig: Investments sollte man nicht immer “schnell, schnell und impulsiv” entscheiden. 

Was war Dein bisher bestes Investment?

Wie fast immer ist auch Nadines erste Antwort auf diese Frage: “Das Investment in mich.” Tatsächlich leitet sie diese Aussage aber etwas anders her als die meisten: Ihr bestes Investment in sich selbst war das Investment in ein neues Geschäftsmodell. Sie konnte sich am deutschen Markt an einem Unternehmen beteiligen, welches dann auch sehr erfolgreich nach ein paar Jahren erste Meilensteine erreichte. Das half nicht nur ihr finanziell weiter:

“Was mir besonders viel bedeutet, ist, dass ich von dem Geld eine kleine Immobilie im Stuttgarter Raum kaufen konnte, in der meine Mutter heute lebt.”

Das war ihr sehr wichtig, da ihre Mutter sich finanziell (wie das damals eben so war) sehr auf ihren Mann verlassen und dies später bereut hatte. Durch die Immobilie konnte Nadine ihr ermöglichen, sich wieder um sich selbst kümmern zu können und auf sich selbst zu achten. In sich selbst zu investieren ist daher für Nadine das Schönste, weil sie sehen kann, wie das auch ihrer eigenen Mutter hilft.

Wie war unser Event für Dich und was daran war für Dich besonders?

Das gute Feeling des Events begann für Nadine schon mit dem Drumrum: Das Netzwerken und Bekanntwerden mit den Anderen war für sie sehr besonders und angenehm, wie sie mir erzählt:

“Sich einfach ein paar Tage rauszunehmen aus dem Alltag, um sich weiterzubilden, ist einfach großartig und hilft unfassbar!”

Ein weiteres Highlight waren für Nadine die anderen Trainer, die ergänzend zu mir und meinem Wissen nochmal andere Ansätze mitgebracht haben. Die Zusammenarbeit vor Ort hat auch Nadines Eigenverantwortungsgefühl gestärkt und ihr geholfen, außerhalb des “ich lerne das und setze das um” noch mehr für sich zu tun; auch im Bereich des Tradings. So war für Nadine auch die Brücke zu ihrer heutigen Arbeit möglich: Wie hängen Neurowissenschaft und Trading zusammen? Das hat für sie auch Vorsorgecharakter:

“Der Zusammenhang war mir für mein eigenes Trading auch sehr wichtig, also warum der eigene Zustand so wichtig fürs Trading ist. Und eben dann anderen Impulse mitzugeben, die im Alltag einfach umsetzbar sind, wie man sich eben für den Alltag, Job oder fürs Trading in einen guten Zustand bringen kann. Denn es gibt immer wieder Menschen, die sagen, dieses ganze mentale Zeug brauchen sie nicht. Die merken gar keinen Unterschied – bis dann die erste Krise kommt. Wie ein Burnout-Kandidat, der bis zum Umkippen gar nicht merkt, dass es gleich knallt.”

Nadine merkt in solchen Momenten auch oft, dass es bei vielen Menschen einfach eine stete Wiederholung der wichtigen Ansätze braucht, damit die Leute in die Umsetzung kommen. 

Wie wichtig schätzt Du die mentale Komponente im Börsenthema ein?

Für Nadine ist der Fall sehr klar: Die mentale Komponente ist unfassbar wichtig. Aus ihrer Zeit in Führungspositionen weiß sie, wie schnell man mit schwierigen Situationen konfrontiert wird. Durch eine mentale Ausgeglichenheit waren diese Situationen für Nadine viel berechenbarer: Sie wusste genau, was sie zu tun hat und das Ziel war trotz der Stolpersteine klar. Auch an der Börse hat sie ein klares Ziel – ob die Börse dann darauf anspringt, steht auf einem anderen Blatt. Aber eben in solchen unberechenbaren Situationen an der Börse mental stabil zu bleiben und nicht aus der Ruhe zu geraten, das ist für Nadine von unschätzbarem Wert. 

Lernt man sich selbst an der Börse besser kennen?

Natürlich habe ich Nadine auch gefragt, wie ihre Einschätzung als Coach ist. Ich sage ja immer gern “Geh an die Börse, dann lernst Du Dich selber – auch in Bezug auf Geld – besser kennen.” Nadine bestätigt das, denn auch ihre eigenen Coachees zeigen ihr immer wieder, wie sehr es hilft, mit Routinen und Mut mental gut drauf zu sein. Sie selbst hat für sich gelernt, wie wichtig Eigenverantwortung ist und es manchmal auch einfach hilft “die Krone zu richten und weiterzugehen”. Eine mentale Vorbereitung auf die Börse hilft ihr auch, bewusste Blockaden zu lösen und sich so weiterentwickeln zu können.

Auf meine Frage, ob sie denn auch mal so schlechte Tage habe, dass ihr Gefühl ihr “verbietet”, zu traden, muss sie lachen:

“Ich würde natürlich gerne sagen, ich hab’s voll im Griff. Dann würde ich aber total lügen – denn es gibt bei mir natürlich auch Tage, die sind einfach scheiße. Da weiß ich dann aber auch, ich bin total unter Druck, habe zu viel im Kalender und habe es einfach nur eilig – da macht’s dann gar keinen Sinn, zu traden.”

Mittlerweile merkt Nadine, wenn sie in einem schlechten Zustand ist und tradet dann bewusst nicht. Es gab damals aber durchaus Zeiten, wo sie unreflektiert war und auch mal beim Gassi einfach “husch husch” getradet und so Fehler gemacht hat.

Wie definierst Du das Thema Wohlstand?

Auch eine meiner Lieblingsfragen an meine Interviewgäste darf natürlich in dieser Folge nicht fehlen und so habe ich auch Nadine gefragt, wie sie denn Wohlstand definiert. Sie hat darauf eine klare Antwort:

“Wohlstand ist für mich ein Zustand von Freiheit, ein Leben nach meinen inneren Werten zu führen und wachsen zu können.”

Sowohl die finanzielle als auch die gesundheitliche Freiheit und auch ihr Umfeld gehören für sie zu diesem Zustand dazu. Stetig weiter zu wachsen und frei zu sein, das ist für Nadine Wohlstand. 

Frei war Nadine nicht immer: Zu ihren “Verantwortlichen-Zeiten” stand sie auch irgendwann vor der Entscheidung, alles zu ändern. Ihr großes Glück: Gesundheitlich war sie zu keiner Entscheidung gezwungen. Karriere und Geld waren auch nicht das Thema. Nadine war total frei in ihrer Entscheidung, ob sie geht oder ob sie weitermacht – als Verantwortliche von damals 500 Menschen trotzdem keine leichte Aufgabe.

Gemeistert hat Nadine sie trotzdem: Die Eigenverantwortung, für sich selbst zu entscheiden, was ihr wirklich guttut, hat ihr geholfen. Ganz klassisch hat sie anfangs dennoch versucht, die Lösung über Gespräche mit anderen und in Büchern zu finden. Erst ein Urlaub mit ausgeschaltetem Handy hat ihr die Klarheit gebracht, die sie brauchte. Sie entschied sich bewusst “gegen das viele Geld und für etwas, das auch ihr Herz füllt und nicht nur ihr Konto”:

“Das war für mich ein toller Gedanke, in die Selbstbestimmung zu gehen: Ich kann jetzt tun, was ich möchte und wann – denn es erfüllt mein Herz und ist meine Aufgabe und ich bin nicht mehr fremdbestimmt. Hätte ich allerdings keine guten Coaches und guten Menschen um mich gehabt, weiß ich nicht, ob ich den Schritt mit dem Mut hätte gehen können.”

Du verlierst Dein gesamtes Vermögen: Welche konkreten drei Schritte würdest Du starten, um wieder Vermögen aufzubauen?

Auf meine letzte Frage hat Nadine zunächst eine überraschende Antwort: In zweiter Linie hat sie genau das schon mal erlebt – bei ihrem Vater. In ihrer Jugend hat sie daher tatsächlich schon einmal die Erfahrung “vom Millionärskind zum Konkurskind” gemacht. Das hat ihr im frühen Leben schon sehr geholfen, nach dem Abitur alles selbst zu erwirtschaften. Sie hat früh gelernt, sich ihr Vermögen selbst aufbauen zu dürfen und sich nicht auf andere zu verlassen. Genau dieses Wissen ist ein riesiger Mehrwert für Nadine. Ihre drei Schritte sehen daher wie folgt aus:

  1. “Ich würde mich einmal schütteln, loslassen und für mich klären, wo ich als nächstes hinwill.”
  2. Das neue Ziel manifestieren. Arbeit für die Zwischenzeit finden und das Geld ansparen.
  3. Über die nächsten Jahre wieder Erfolg aufbauen mit dem Wissen, das sie bereits hat und dem Geld aus den Ersparnissen.

Herzlichen Dank, Nadine, für dieses inspirierende Interview!

Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite:

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Okt 16

#218 Kommt jetzt der Börsen-Jahresendspurt?

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Kommt jetzt der Börsen-Jahresendspurt? Das könnte bis Ende des Jahres passieren!

Ich habe noch ein bisschen gründlicher recherchiert als sonst und mir angeschaut, was uns in Q4 erwartet. Kommt jetzt schon der Endspurt für 2023? Was kann in den letzten Monaten an der Börse noch passieren? Wie schätze ich die Lage ein? Auch ich habe keine Glaskugel, es gibt aber einige Dinge, die die Börse beeinflussen. Darunter fallen politische Themen, die Saisonalität und auch das Kriegsgeschehen. Gerade in Q4 locken auch noch Black Friday und die Weihnachtszeit. Letztendlich dreht sich Börse immer um Unternehmen — ob sie ihre Gewinne steigern, senken und ob sie überhaupt Gewinne machen. Fakt ist, wer mittel- und langfristig an der Börse unterwegs ist, wird auf Dauer gutes Geld verdienen. 

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was bedeutet Saisonalität für den Jahresendspurt?
  2. Wie beeinflussen geopolitische Risiken den Jahresendspurt?
  3. Warum glaube ich an einen erneuten Anstieg der Börse?
  4. Was ist an der Börse zu erwarten?
  5. Welche zwei Megatrends gibt es noch?

Was bedeutet Saisonalität für den Jahresendspurt?

Generell lässt sich sagen, saisonbedingt ist Q4 das stärkste Quartal des Jahres. Im September geht es noch heiß her, oft genug ist das der schwächste Monat, aber danach geht es normalerweise bergauf. Wenn wir uns das saisonal auf die letzten 50-100 Jahre anschauen, sehen wir ab Oktober meist steigende Kurse, manchmal gibt es noch einen kleinen Dämpfer dazwischen, aber in der Regel kennen die Kurse bis Jahresende dann nur noch eine Richtung. Muss das immer so sein? Natürlich nicht. Aber Statistik ist eben Statistik, und die Zahlen sind recht deutlich. 

Im Moment ist allerdings auch vieles etwas seltsam. Wir haben das Thema der Anleihen, die sehr an Zinsen gebunden sind. In der aktuellen Zeit sind die Zinsen deutlich gestiegen, was für Besitzer von Anleihen schlecht ist – denn wenn Du Anleihen hast mit nur 1 %, und jetzt die Zinsen bei 5 % liegen, dann sind die neuen Anleihen mit 5 % Zinsen natürlich um einiges besser zu bewerten. Es gibt also einen gewissen Kursverlust. Doch wie so oft gibt es auch hier zwei Seiten:

Da die Zinsen schon so weit gestiegen sind, hört man aus Expertenkreisen immer deutlicher, dass wir vielleicht den Zins-Zyklus endlich erreicht haben. Das würde bedeuten, wir hätten den Hochpunkt schon gesehen. Zinsen sind immer etwas nachgelagert, das bedeutet, wenn sie erhöht werden, ist das am Markt zumeist erst nach 3-6 Monaten sichtbar. Zinsen und FED tappen immer etwas im Dunkeln, denn sie haben im Grunde zwei übergeordnete Ziele: Einerseits möchte man möglichst viele Menschen in die Vollbeschäftigung bringen, aber die Preise sollen ebenfalls stabil gehalten werden. Das beißt sich ein wenig.

Unter Umständen könnten uns noch ein bis zwei Zinserhöhungen erwarten, dadurch kann es sein (wenn man die Verzögerung beachtet), dass wir am Ende etwas zu sehr erhöhte Zinsen haben. Die Wirtschaft wurde ein Stück weit abgewürgt (“Soft-Landing” – wir landen weich ein bisschen in der Rezession), und nun können wir das Spiel wieder umdrehen und Zinsen senken. Daran glaube ich für Q1 oder Q2 2024. Die Zinsen würden also sinken, die Wirtschaft würde dadurch angekurbelt, und wir könnten die Rezession wieder verlassen. Aber weder eine FED, noch wir oder andere Experten haben den heiligen Gral.

Wie beeinflussen geopolitische Risiken den Jahresendspurt?

Davon ausgehend, in den letzten zehn Wochen des Jahres nun den Jahresendspurt zu sehen, dürfen wir eines nicht vergessen: Wir haben immer noch eine Menge geopolitischer Risiken auf der Welt. Russland-Ukraine seit mittlerweile mehr als anderthalb Jahren. Jetzt aktuell kommt das Thema Israel-Hamas hinzu. Das bedeutet, wir haben nicht nur im Nahen Osten Konflikte, sondern auch in Russland. Wenn es da nun zur Eskalation kommen sollte (wie auch immer diese aussieht), sei es China-Taiwan, oder China mischt sich ein oder Europa wird noch weiter involviert, dann ist natürlich an einen Jahresendspurt nicht mehr zu denken. 

Ich persönlich glaube, solange keine Eskalation läuft, solange nicht noch mehr Länder hineingezogen werden, stehen die Börsenampeln für das Jahresende auf Grün. Wir werden nochmal deutlich steigende Preise sehen, und die Kurse werden nach oben laufen. 

Warum glaube ich, an einen erneuten Anstieg der Börse?

Wenn die Eskalation ausbleibt, bin ich der Meinung, die Kurse sollten zum Jahresende wieder steigen und der Börse sollte es gut gehen. Warum? Wenn wir uns das letzte Quartal anschauen, gibt es einiges, was die Wirtschaft pushen wird: Wir haben Black Friday, wir haben Weihnachten, allgemein werden die Menschen sehr viel Geld ausgeben und das Adventsgeschäft wird angeschoben. Zu Weihnachten wurde dann mitunter auch viel Geld verschenkt und da die Menschen zwischen Weihnachten und Neujahr nicht viel vorhaben, wird auch Geld ausgegeben. Warum steigen dann die Börsen? Ganz einfach – weil der Konsum angeschoben wird. Sogar Apple macht rund um Weihnachten das größte Geschäft des Jahres. 

Ein weiterer (institutioneller) Punkt: Das sogenannte Window-Dressing. Das gibt es erfahrungsgemäß jedes Quartal und es dient dazu, dass Investoren ihre Portfolios etwas aufstocken möchten. Die Portfolios sollen vernünftig laufen. Am Jahresende möchte natürlich jeder die beste Rendite haben, und deswegen sollte es gerade im letzten Quartal gut laufen. Dazu zählt auch, seine Investoren bei der Stange zu halten. So kommt es dann zu positiven Effekten des Window-Dressings.

Was ist an der Börse zu erwarten?

Zum Jahresende stellt sich natürlich auch die Frage: Was können wir jetzt noch bzw. zum Jahresbeginn noch an der Börse erwarten? Dazu möchte ich Dir auch noch was zum Thema Mega-Trends mit auf den Weg geben. Der Mensch an sich ist darauf fixiert, sich in Dingen verbessern zu wollen. Er möchte Dinge verschönern und effizienter gestalten. All das sind Sachen, die Unternehmen eben auch tun. Daher muss klar sein, dass Demografie und Bevölkerungswachstum zusammenhängen mit dem Anstieg der Aktien: Wir haben einen technologischen Fortschritt. 

Ich glaube, gerade dieser Bereich ist momentan sehr spannend und auch einige Notenbanker sagen, sie glauben nicht mehr an die Rezession, wenn überhaupt nur an ein Soft-Landing. Die Arbeitslosenzahlen in Deutschland und sogar in Amerika sind die besten seit langer, langer Zeit. Das bedeutet, die Wirtschaft ist immer noch sehr stark – was eigentlich eine schlechte Nachricht für die steigende Inflation ist. Andererseits ist gerade positiv, dass die Märkte immer noch so gut laufen, obwohl die Zinsen schon relativ stark erhöht wurden.

Die Bewertungen der Märkte sind sehr unterschiedlich: Old Economy ist etwas zurückgekommen, die Techs sind weiterhin sehr hoch bewertet (Big Techs sind immer noch relativ teuer vom Kurs-Gewinn-Verhältnis, Small Techs sind da fairer bewertet). Die Grundbewertung ist im Durchschnitt immer noch ein bisschen teuer. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist seit Jahrzehnten eigentlich zwischen 14 und 16, aktuell liegen wir eher noch bei 19/20. Das heißt, im Verhältnis sind die Aktien immer noch teuer. 

Um diese Verteuerung zu relativieren, gibt es zwei Möglichkeiten: Unternehmen steigern ihre Gewinne exorbitant oder die Kurse sinken. Dazu kommt noch der Fear & Greed-Index: Was machen Emotionen mit dem Markt? Bei null sind wir bei extremer Angst, bei hundert sind wir extrem gierig. Warren Buffett sagte mal: Sei ängstlich, wenn die anderen gierig sind und sei gierig, wenn die anderen ängstlich sind. Vor ein paar Wochen lagen wir bei einem Wert von sieben, aktuell (11.10.) sind wir bei 33. Es herrscht also allgemein immer noch Angst.

Welche zwei Megatrends gibt es noch?

Abschließend möchte ich Dir noch zwei Megatrends an die Hand geben, weshalb ich an einen weiteren Anstieg der Märkte glaube: Die künstliche Intelligenz ist extrem spannend. Für mich ist das ähnlich wie die Entwicklung des Internets. Irgendwann werden wir mit KI Geld verdienen, und es wird die Welt verändern. Außerdem gibt es noch den Bereich der Infrastruktur. Wenn man darüber nachdenkt, ist das eine logische Konsequenz: Wir schaffen beispielsweise Atomenergie ab und wollen mehr Windenergie, also brauchen wir mehr Stromtrassen. Das gilt auch für Solar usw. Die Massen an Strom müssen im Land vernünftig verteilt werden und damit weiß man, dass das Thema Infrastruktur einerseits im Thema Internet und andererseits mit erneuerbaren Energien ein sehr Wichtiges ist. 

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Dez 19

#175 Finanzieller Erfolg trotz Behinderung: Geht das? Janis McDavid im Interview

By bkumwa | Podcast

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Finanzieller Erfolg trotz Behinderung: Geht das? Janis McDavid im Interview

Es freut mich, dass ich diesmal Speaker und Motivationstrainer Janis McDavid im Interview zu Gast habe. Janis wurde ohne Arme und Beine geboren, doch das hindert ihn nicht daran, zu reisen und anderen Menschen zu helfen, innerlich zu wachsen. Sein Wunsch ist es, in einer Welt zu leben, in der Merkmale, die uns unterscheiden, nicht zu Unterscheidungen führen. Doch finanzielle Freiheit ist für Menschen mit Behinderung in Deutschland nur sehr schwer machbar. Warum und wie er es dennoch schafft, sich nicht entmutigen zu lassen, verrät er mir im Interview.

Auf diese Fragen erhältst Du eine Antwort in dieser Folge:

  1. Welchen Unterschied macht es, wenn Menschen mit Behinderung in Deutschland finanziell erfolgreich sein wollen?
  2. Was war Janis’ bestes Investment und welche Learnings zieht er daraus?
  3. Welchen Tipp hat Janis, um das Leben mit egal welcher Herausforderung zu meistern?

Welchen Unterschied macht es, wenn Menschen mit Behinderung in Deutschland finanziell erfolgreich sein wollen?

Janis ist selbstständig und begeistert mit dem was er tut die Massen. Das macht sich auch finanziell bemerkbar. Doch finanzielle Unabhängigkeit kann er als Mensch mit Behinderung in Deutschland kaum erreichen — sein Vermögen ist staatlich gedeckelt. Durch seine Behinderung gilt er als bedürftiger Mensch, kann sich finanzielle Hilfe für seine Umbauten und Assistenzen besorgen. Im Gegenzug darf sein persönliches Einkommen den Betrag von 59k jährlich nicht überschreiten. Entweder ist er so vermögend, alles alleine tragen zu können oder er muss unter der Grenze bleiben. Den Bereich dazwischen sinnvoll zu füllen, das ist die wirkliche Herausforderung. Eine Wohnung kaufen und vermieten? Darf er nicht – es wäre ein Anlagenprojekt, das nicht erlaubt ist. Darauf hinsparen geht aus genannten Gründen auch nicht und einen Kredit bekommt er ebenfalls nicht. Ein klassischer langsamer Vermögensaufbau funktioniert für Menschen mit Behinderung auf konventionellem Weg in Deutschland nicht.

Was war Janis’ bestes Investment und welche Learnings zieht er daraus?

Für Janis war das beste Investment, sich und seinen Körper so anzunehmen, wie er ist. Erst durch diese mentale Stärke war es ihm möglich, sein Leben wertzuschätzen. Nun kann er anderen Menschen helfen und sie motivieren, ihrem Leben einen positiven Sinn zu geben. Außerdem hat Janis gelernt, das Beste aus seiner Behinderung zu machen — in dem Fall wurde sie Teil seines Geschäftsmodells. Er fällt auf und man hört ihm zu, das ermöglicht ihm eine Reichweite, die ihm als Mensch ohne Behinderung vielleicht nicht unbedingt automatisch zuteil werden würde. Seine Arme und Beine würde er für kein Geld der Welt haben wollen, eher eine Entschädigung. Denn er müsste die grundlegendsten Dinge von der Pike auf neu lernen und sein Leben von vorn beginnen. Heute ist er mobil und kann sich zum Großteil im Alltag selbst versorgen: Er hat einen Hightech-Rollstuhl, kann Autofahren und hat keine Probleme, Computer und Handy zu bedienen. Lediglich morgens, abends und im Bad braucht er wirklich Hilfe.

Welchen Tipp hat Janis, um das Leben mit egal welcher Herausforderung zu meistern?

“Niemand hat die Macht, dich in der Opferrolle gefangen zu halten, außer du selbst!” Dieser Satz einer Auschwitz-Überlebenden hat Janis persönlich unheimlich motiviert.  Und das ist tatsächlich so. Mein fast tauber Sohn sieht sich selbst nicht als eingeschränkt oder behindert — im Gegenteil hat er uns sehr viel voraus: Er kann von den Lippen lesen, sieht hervorragend und hat keinerlei Probleme, sich im Sprachlichen zurechtzufinden. Janis sieht das ähnlich: Die Kategorien behindert und nicht behindert bringen einen nicht weiter. Dank der Technologien und des Umfeldes, in dem man lebt, kann man ein fast normales Leben führen, ohne ständig an vermeintliche Defizite erinnert zu werden. Janis selbst hat seine Mutter sehr geholfen. Als er emotional in einem tiefen Loch war, mit der typischen Frage “Warum ausgerechnet ich?”, hat ein Satz seiner Mutter sein Leben auf links gedreht: “Offenbar ist für Dein Leben damit eine Aufgabe verbunden und jetzt kommt es auf Dich an herauszufinden, was das für eine Aufgabe ist.” In Verbindung damit möchte Janis als Tipp, das Leben zu meistern, das Zitat der Überlebenden gerne ins Positivere drehen: “Genauso gibt es nur eine Person, die die Macht hat, Dich aus der Opferrolle wieder herauszuholen – Du selbst!”.  In der Gesellschaft ist es laut Janis’ Meinung viel zu sehr verbreitet, sich nur auf die negativen Dinge zu fokussieren. Er findet es völlig absurd, beim Blick in den Spiegel als erstes das wahrzunehmen, was er nicht hat. Viel sinnvoller ist es doch, sich darauf zu fokussieren, was man hat und was man an sich mag. Man sollte sich des Öfteren selbst feiern und einen gesunden Selbstwert aufbauen, dann kann man alles erreichen.

Wenn Du gerne mehr über Janis erfahren oder mit ihm in Kontakt treten möchtest, findest Du ihn nahezu überall auf Social Media.

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Dez 12

#174 Ist die Börse nach 2022 überhaupt noch sinnvoll?

By bkumwa | Podcast

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Macht investieren nach 2022 überhaupt noch Sinn?

2022 hatte es wieder in sich – da kann man sich schon mal fragen, ob sich die Welt nach diesem Jahr noch weiterdreht. Macht es noch Sinn, in die Börse zu investieren oder steht uns das Schlimmste erst noch bevor? Ich habe keine Glaskugel, aber in dieser Folge möchte ich eine Prognose für 2023 wagen.

Auf diese Fragen erhältst Du eine Antwort in dieser Folge:

  1. Was erwartet uns 2023 aus Sicht der Analysten?
  2. Warum muss die Börse eigentlich wieder steigen?
  3. Wie sind meine Gedanken zu den Märkten?

Was erwartet uns 2023 aus Sicht der Analysten?

Die Experten stehen auch zu diesem Jahreswechsel wieder vor der klassischen Frage: Was erwartet uns im nächsten Jahr? Die Meinungen reichen aus Sicht der Analysten von: “Der DAX fängt sich wieder und das Schlimmste liegt wohl hinter uns” bis: “Nein, um Gottes Willen, die Inflation wird noch 5 Jahre weiter wüten und die Märkte werden noch ein ganzes Stück fallen!”. Richtig festlegen möchte sich noch niemand.

Warum muss die Börse eigentlich wieder steigen?

Langfristig muss die Börse sowieso wieder steigen. Mit Blick auf die Jahre nach 2023 wird es also irgendwann wieder ein Hoch geben. Warum? Die Zahl der Bevölkerung steigt weiter, Forschende sehen aktuell, dass die Welt sich noch bis 2100/2150 weiterdreht. Jeder, der konsumiert, isst, trinkt, Kleidung kauft, hat also einen Einfluss auf den Markt und damit auf die Börse. Auch die Forschung rund um Pflege und Medizin beeinflusst die Aktien positiv. Dritter wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang: Bisher gab es auch immer einen technologischen Fortschritt. Technologischer Fortschritt muss dabei nicht immer etwas Neues bedeuten — oftmals entsteht der Fortschritt auch, weil wir bereits Vorhandenes besser machen wollen. All diese Punkte begünstigen Wachstum und haben damit einen positiven Einfluss auf die Märkte.

Wie sind meine Gedanken zu den Märkten?

Letztendlich ist eine Aktie immer ein Teil eines Unternehmens. Die Unternehmen halten die Wirtschaft durch Arbeitsplätze hoch: Es entstehen Steuern, Sozialabgaben und Konsum. Kurz gesagt wird Geld gedruckt, ausgegeben und durch Steuern und Abgaben landet ein Teil des Geldes wieder im Kreislauf. Über kurz oder lang muss dieses Wirtschaftsspiel daher weiterlaufen.

Zudem geht es an der Börse immer um das Thema Wert und Preis. Wo willst du mit Deinem Geld tatsächlich hin? 2022 war dahingehend an Anomalien nicht zu übertreffen. Sämtliche Märkte fielen. Solche Zustände gab es seit Jahrzehnten nicht mehr. Es bleibt also die große Frage, was 2023 daraus wird.

Mögliche Szenarien, die ich in diesem Zusammenhang sehe, sind:

Szenario 1: Die Inflation wird relativ schnell um die Ecke gebracht. Steigende Zinsen plus das Aufkaufen weniger Anleihen, reduzieren das Thema der Geldmenge. Durch die Inflation wird die Kaufkraft reduziert. Mit steigenden Zinsen wird zudem das Geld einfach teurer, das Wachstum wird gebremst. All das begünstigt eine zurückgehende Inflation.

Szenario 2: Der Krieg endet. Analysten sind sich relativ einig, Putin dürfte den Tag des Kriegsbeginns mit dem Wissen von heute verfluchen. Aus heutiger Sicht würde er diesen Schritt wahrscheinlich nicht mehr wagen. Zum einen scheint er nicht so sehr im Vorteil wie er gerne wäre, zum anderen ist Krieg, je länger er dauert, immer sehr sehr teuer. Darüber hinaus ist der Krieg im Winter nochmal um einiges härter. Von daher gibt  es zumindest eine Chance auf eine zeitnahe Beendigung des Krieges. Das hätte auch wieder einen positiven Einfluss auf die Inflation, denn diese ist in Kriegszeiten immer deutlich erhöht. Wie Erfahrungen aus vergangenen Jahrzehnten zeigen, erholen sich nach Ende des Kriegsgeschehens die Märkte auch entsprechend schnell wieder. Nach den letzten kriegerischen Konflikten in den 80ern sind die Märkte satte 40 Jahre gestiegen.

Meine Prognose:

Ich vermute, wir werden in Q1/Q2 noch steigende Zinsen sehen, spätestens wenn diese aber wieder gesenkt werden, ist das für mich ein sehr deutliches Zeichen daraus folgender steigender Aktienkurse. Vermutlich wird es also im Januar/Februar mit steigenden Zinsen nochmal einen kleinen Rücksetzer in Höhe von bis zu 15 % geben, es sollte dann aber wieder bergauf gehen.

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Dez 05

#173 Das wird uns 2023 erwarten! Markt-Spezial mit Robert Halver

By bkumwa | Podcast

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Ulrich Müller und Robert Halver im spannenden Podcast-Talk über die Märkte, die Jahresend-Rallye und warum sich Optimismus lohnt.

Ich freue mich sehr, auch in diesem Jahr mit dem bekannten Börsenexperten Robert Halver zu sprechen. Auch heute wirst Du sehr viel Wissen mitbekommen in einem Gespräch, das uns beiden zur lieben Gewohnheit wurde. Eines steht schon fest: Bei unserem Talk im nächsten Jahr werden wir uns duzen!

Doch zunächst die wichtigen Fragen und Antworten dieser Podcast-Folge:

  1. Wie sieht Robert Halver die Lage der internationalen Märkte?
  2. Ist der Peak der Inflation erreicht?
  3. Was können wir von der Börse im Jahr 2023 erwarten?

Wie sieht Robert Halver die Lage der internationalen Märkte?

Da hat der Experte eine klare Meinung: Das letzte Quartal wurde besser als erwartet. Diverse Krisen mildern sich, vor allem an der Inflationsfront, auch wenn er keine komplette Entwarnung geben will. Als Rheinländer sagt Robert Halver mit einem Schmunzeln, man müsse dem Herrgott auch für die kleinen Kartoffeln dankbar sein. Er blickt dabei auf das geschickte Marketing der Notenbanken, wo der Weg das Ziel ist. Denn beim Leitwolf der Märkte, der US-Notenbank FED, sieht er keine radikale Zinserhöhung. Die letzten Zinserhöhungen müssen erst wirken – wenn man da zu viel macht, macht man auch zu viel kaputt.

Hat die Inflation ihren Peak erreicht?

Noch liegt sie bei rund 10 %, was viele Bürger mit den Worten quittieren werden: Das ist noch immer krass hoch. Robert Halver bestätigt das auch: Beim Einkaufen merkt man es deutlich. Doch die Spitze ist weg, die Bugwelle gebrochen. Schon jetzt sind die Rohstoffpreise runter, das sieht man an Gas- und Strompreisen. Auch das werden wir im Frühjahr erleben: Wir laufen bis Februar in eine Entspannung der Rohstoffpreise sagt Robert Halver, und das hilft natürlich gegen die Inflation. Zu Bedenken gibt er, dass Öl ein hoch politisches Vehikel bleibt. Die OPEC wird nicht mehr den gleichen Fehler machen wie zu Beginn der Corona-Krise, als der Ölpreis an den Terminbörsen unter Null fiel. Öl bleibt wohl auf dem Preisniveau und wird nicht spottbillig werden.

Wie sieht es aus mit der Jahresend-Rallye?

An diesem Punkt sieht Robert Halver das größte Fragezeichen in China. Dort herrscht steigender Unmut der Bevölkerung über die restriktiven Covid-Maßnahmen, dazu kommt die Immobilienkrise. Möglicherweise könnte die Lehman-Pleite dagegen ein Kindergeburtstag sein. Die Binsenwahrheit ist aber: China ist systemrelevant für die Weltwirtschaft. Wenn die Null-Covid-Strategie bleibt, wird nicht so viel produziert, wie es die Nachfrage der Welt verlangt. Dazu weigern sich die Chinesen, westliche Impfstoffe zu benutzen. Aus diesem Grund hat das Land nicht die Herdenimmunität wie bei uns. Das ist ein Handicap für die Weltwirtschaft. Robert Halver hofft, dass die Chinesen klug genug beraten sind, bei der Null-Covid-Strategie etwas sanftmütiger vorzugehen und ihre Lieferketten einigermaßen stabil halten. Daher ist für ihn die Jahresendrallye noch nicht zu Ende. Er würde aber gerne etwas mehr Fleisch am Knochen sehen.

Gesunkene Rohstoffpreise, Inflationspeak erreicht, möglicherweise Zinssenkungen im ersten Quartal – wird 2023 ein super Börsenjahr?

Grundsätzlich ist Robert Halver optimistisch. Allerdings hat er bei manchen Unternehmen in der Berichtssaison auch mal Schmerzen verspürt. Er sieht das erste Halbjahr 2023 noch etwas volatiler, im zweiten Halbjahr werden wir Schwung aufnehmen. Weil da die Zinsangst vorbei ist, die Konjunktur stabilisiert, und China seine Null-Covid-Strategie aufgeweicht hat. Das reicht dann definitiv aus, um die Märkte zu unterstützen.

Was sind Robert Halvers Anlagestrategien?

Da verweist der Börsenexperte darauf, Substanz zu kaufen. Glücklicherweise ist man in Deutschland und Europa mit Value Werten gesegnet, auch wenn die Wirtschaftspolitik der letzten 20 Jahre den Hightech-Sektor missachtet hat. Dafür sind wir im konjunkturzyklischen Bereich gut aufgestellt mit tollen Patenten zum Klimaschutz. Und ganz wichtig: Drei Jahre lang ist nicht viel Geld in Anlageinvestitionen angelegt worden. Das ist ein Vakuum, das genutzt wird – und die Unternehmen, die das können, sind in Deutschland. Robert Halver sieht dadurch sogar eine Sonderkonjunktur, welche die allgemeine Konjunktur stützen kann. Auf einen kurzen Nenner gebracht drückt er es so aus: Deutschland wird weiter dafür sorgen, dass die Drehbänke weltweit laufen.

Wo kann der DAX Ende 2023 stehen? Was passiert mit Euro und Dollar?

Auch da zeigt Robert Halver klare Kante: 16.000 Punkte sind machbar. Nicht ganz so entspannt sieht er die Sache mit dem Euro. Durch die Paritätstheorie geht das Geld dorthin, wo es die höchsten Zinsen gibt. Dafür müsste das europäische Schiff in allen geopolitischen Fragen flott werden, doch es gibt zu wenig Konsens: In Immigrationsfragen, in Steuerfragen, in Wirtschaftsfragen – bei alldem wird Europa langfristig nicht im entferntesten an Amerika heranreichen. Die USA fahren eine brutal-egoistische Industriepolitik: Mit besseren Strom- und Gaspreisen, mit weniger Bürokratie, mit besserer Netzqualität, kurz: Mit der ganzen Palette wirtschaftlicher Annehmlichkeiten. Und das in Zeiten, in denen bei uns manche Wirtschaftspolitiker sogar der Meinung sind, dass die Wirtschaftsschrumpfung gesund sei. Das ist nach Robert Halver an Absurdität nicht mehr zu überbieten. Und auch nicht gut für den Euro. Man muss klar erkennen: Joe Biden ist in dieser Hinsicht wie Donald Trump, nur in netterer Form. Aus diesem Grund würde Robert Halver gerne die Zeiten von Ludwig Erhard wiederbeleben, um den Kapitalismus konsequenter anzupacken.

Die Aussichten weltweit

Auch hier hat mein Gast eine klare Meinung: Europa kann mit seinen starken Industriewerten profitieren, wenn mehr in Klimaschutz investiert wird. Dazu gibt es den Nachholeffekt im Anlagenbau. Bei den Schwellenländern machen Thailand, Indonesien und Südkorea einen tollen Job, doch der Starrsinn der chinesischen Regierung überschattet es. Deshalb sieht er bei Investitionen dort lediglich eine Depotbeimischung. Kernmärkte bleiben Europa und USA, wobei Amerika vor allem im Hightech-Bereich punktet.

Welche Auswirkungen hat der Krieg von Russland in der Ukraine?

Für Robert Halver steht fest: Putin hat so viel Reputation und Geld verloren, weil nichts teurer ist als Krieg zu führen. Aus diesem Grund würde er diese Entscheidung heute nicht mehr so treffen. Er hofft auf informelle Gespräche zwischen den Ländern und nennt als Vorbild die Zeit, als Konrad Adenauer mit Russland über die Rückkehr deutscher Kriegsgefangener verhandelte. Gelänge allein eine Situation ähnlich wie in Südkorea und Nordkorea, wäre eines der größten Handicaps für die Märkte beendet.

Kommt dann ein Boom? Oder ist dieser schon eingepreist?

Nach Robert Halvers Meinung wäre man in Deutschland und Europa schnell bereit, mit Russland wieder Geschäfte im Bereich der Rohstoffe zu machen. Auch wenn das momentan nicht vorstellbar und mit Putin auch nicht möglich ist. Doch im Augenblick kriechen wir auf allen Vieren, um von autoritären Staaten Flüssiggas zu bekommen – deshalb wird sich der Pragmatismus schnell durchsetzen. In der Zwischenzeit ist er dafür, die Ukraine weiterhin mit Waffen zu versorgen, damit jeder nach dem Krieg sagt: Sowas nicht wieder! Das gilt für Robert Halver auch bezüglich China und Taiwan.

In was investiert Robert Halver?

Seine Favoriten liegen deutlich im Hightech-Sektor und bei Value Werten mit Substanz.

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Dez 01

#172 Sei gierig, wenn andere ängstlich sind! Mein Grund für Optimismus!

By bkumwa | Podcast

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Warum Aktien immer steigen!

Heute habe ich ein spannendes Thema, das zugleich zu meinen Lieblingsthemen gehört: Es geht darum, warum Aktien immer steigen müssen. Vielleicht denkst Du, wir haben doch ein Jahr hinter uns, in dem die Märkte runtergegangen sind? Die kennen schließlich seit November 2021 nur eine Richtung, und das ist abwärts. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir den Dow Jones heranziehen, den S&P 500, den Hang Seng, den NASDAQ oder den DAX. Die Gründe dafür sind vielfältig: Der Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine, die Krise zwischen den USA und China, die Zinsen, die Rezessionsängste oder womöglich die bereits vorhandene Rezession. Trotzdem bleibe ich dabei: Aktien müssen steigen. Und ich will Dir zeigen, warum ich Daueroptimist bin.

Über diese spannenden Themen sprechen wir im heutigen Podcast:

  1. Acht Gründe, optimistisch zu sein.
  2. Wann ist es für Dich besonders schlau, Aktien zu kaufen?
  3. Wie Du ein sicheres Depot aufbaust.

Acht Gründe, optimistisch zu sein.

Grund 1: Es sprechen ganz klare Zahlen dafür, warum Aktien immer steigen müssen. Das hängt mit dem großen Bevölkerungswachstum zusammen. Wir haben am 15. November den acht-milliardsten Erdenbürger begrüßt. Im Jahr 1804 überschritt die Weltbevölkerung die Anzahl von einer Milliarde Menschen. Bis 2050 werden es zwischen 10 und 12 Milliarden sein.

Dazu kommt ein wichtiger Faktor: Die Menschen werden dazu immer älter. Nun weißt Du: Alle wollen essen, trinken, sich anziehen, waschen, am Konsum teilnehmen. Allein diese Faktoren führen zu einer ständig steigenden Börse. Dazu gehen die Vereinten Nationen von einem Bevölkerungswachstum bis mindestens ins Jahr 2100 aus. Bis dahin können die Kurse nur wachsen.

Grund 2: Das ist der technische Fortschritt. Ich bin jetzt 45 Jahre jung und habe schon sehr viel mitbekommen. Ich erinnere mich an mein erstes Handy, da war ich 18 Jahre alt. Es war ein Nokia 6310i, und mein Bruder meinte, wer braucht denn ein Handy? Drei Jahre zuvor war der erste Computer ins Haus gekommen, ein Commodore C16. Ich erinnere mich noch an meinen Golf, der auf einmal Zentralverriegelung hatte und Fenster,  die nicht mehr händisch rauf und runter gekurbelt wurden. Die erste Klimaanlage, das C-Netz für den Mobilfunk, der erste Drucker für Zuhause – wir können die Zeit noch weiter zurückdrehen: Das Radio, die Erfindung des Fernsehens, das Faxgerät, das Internet: Das alles ist noch gar nicht lange her. Doch der Fortschritt entwickelt sich schneller und schneller.

Kürzlich hat ein guter Freund sein Haus fertig gebaut. Er zeigte mir den Raum mit der Haustechnik – was für ein Unterschied zu meinem Haus, das gerade mal 13 Jahre alt ist. Daraus kannst Du sehr viel Optimismus ziehen: Wir Menschen haben den Drang, uns zu entwickeln, um schneller und besser zu werden.

Es ist wie im Sport – denk an den 100 Meter Lauf. Lange Zeit hieß es, es ist unmöglich, unter 10 Sekunden zu laufen. Es sei auch unmöglich, den Marathon unter 2 Stunden 30 Minuten zu laufen. Wo sind wir heute? Die 2-Stunden-Marke im Marathon ist geknackt. Der Weltrekord auf der 100-Meter-Bahn liegt bei 9,58 Sekunden.

Grund 3: Die Börse ist der Herzschlag der Wirtschaft. Die ersten Aktien entstanden, weil Unternehmer sich Leute suchten, die Geld investieren wollten. Die Börse war und ist ein Finanzierungswerkzeug. Ein Unternehmer hat eine gute Geschäftsidee, bekommt womöglich von Banken kein Geld und sucht sich an der Börse Menschen, die investieren wollen. Dafür gibt er Anteile ab. So finanziert er das Unternehmen und lässt Menschen Teilhaber werden.

Grund 4: Jede Aktiengesellschaft ist ein großer Arbeitgeber. Ende Juni 2022 hatte Amazon rund 1,5 Millionen Mitarbeiter. Was auch der Grund ist, warum in Krisen diese Unternehmen unterstützt und gerettet werden: Es sollen nicht massenhaft Menschen in die Arbeitslosigkeit fallen. Denn das bringt gleich zwei Nachteile: Das Unternehmen hat ein Problem, und der Staat hat ein Problem, wenn Abgaben und Steuern nicht fließen und der Konsum einbricht.

Grund 5: Du weißt, ich ziehe Sachwerten den Geldwerten vor. Bei einem Geldwert gibst Du Dein Geld ab: Für ein Sparbuch, fürs Bausparen, für die Lebensversicherung oder fürs Tagesgeld. Dafür bekommst Du faktisch einen Zins zurück. Investierst Du selbst, bist du im Bereich der Sachwerte unterwegs. Du lässt die Geldabgabe weg und legst Dein Geld selbst an: In Form von Aktien, Unternehmensbeteiligungen und Immobilien, vielleicht auch in Gold und Silber, in Uhren oder Kunst. Du bist also Eigentümer, entweder vollständig oder anteilig, auch bei der Aktiengesellschaft, die ebenfalls ein Sachwert ist. Das gibt Dir einen Schutz vor der Inflation. Zur Zeit haben wir eine hohe Inflation. Auch wenn die FED und die EZB dabei sind, diese nach unten zu regulieren, sehen wir steigende Zinsen. Das haben wir bereits in den 70ern und 80ern erlebt, wo die Inflationsrate zwischen 8 und 10 Prozent lag. Das ergab zwei, drei maue Jahre an den Börsen, danach ging es 40 Jahre lang nach oben.

Schlägt die Inflation zu, ist das für die Volkswirtschaft und die darin lebenden Menschen ein Nachteil. Das merkst Du, wenn Du beim Einkaufen plötzlich mehr Geld zahlst. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist: Wenn eine Coca-Cola 40 Prozent teurer wird, erhöht das den Umsatz und den Gewinn des Unternehmens. Das bedeutet, die Inflation ist in einem gewissen Rahmen vorteilhaft für Sachwerte.

Grund 6: Sprechen wir über den Konsum. Allein durch 70 Millionen neue Erdenbürger jedes Jahr, die essen, trinken, sich ein Notebook kaufen, ein Handy und ein IPad, ein Auto, Schuhe, Kleider und Schmuck, und die reisen wollen, wird Geld immer wieder in den Umlauf gebracht. Der Konsum ist ein bedeutender Faktor für jede Volkswirtschaft, weshalb die Zinsen in Krisen gerne gesenkt werden, oder auch Helikoptergeld unter die Leute gebracht wird. Das ist ein Begriff, den der Nobelpreisträger Milton Friedman prägte, als er sagte: “ Im Notfall flieg ich mit dem Helikopter über die Stadt und werfe Scheine hinaus, damit die Leute Geld ausgeben können.” Denn aus Konsum entstehen Steuereinnahmen – wie durch die Mehrwertsteuer – und der Arbeitsmarkt wird ein Stück weit angefeuert.

Grund 7: Rohstoffe und Energie werden immer gebraucht. Und auch da profitieren wir von ständig neuen Erkenntnissen. Zu meiner Schulzeit hieß es noch, im Jahr 2030 wären alle Ölreserven der Erde aufgebraucht. Mittlerweile gibt es mehr Öl, als wir je hatten. Gleichzeitig entwickeln sich die erneuerbaren Energien sehr schnell weiter.

Grund 8: Auch wenn gerade nicht alles nach Plan läuft – Not macht erfinderisch. Gerade drehen wir wieder jeden Stein um: Menschen sparen Kosten, kreieren neue Produkte, investieren in besseres Marketing. Das ist der oben genannte Optimismus, und dieser ist unsere große Chance.

Wann ist es für Dich besonders schlau, Aktien zu kaufen?

Vergiss auch nicht, dass an der Börse die Zukunft gehandelt wird. Hier geht es immer um Erwartungen. Wenn es gerade nicht so gut läuft und das Sentiment negativ ist, ist es daher wahrscheinlich schlau, Aktien zu kaufen. Natürlich können die Märkte noch ein Stück runter gehen, doch es ist die Zukunft, die gehandelt wird. Ruf Dir auch in Erinnerung, dass die Börse oft irrational ist und übertreibt. Nimm das Beispiel Intel oder Paypal: Die Zahlen sind bei weitem nicht so schlecht wie die Kurse, die unverhältnismäßig runtergingen.

Wie Du ein sicheres Depot aufbaust!

Hier will ich Dir noch einen Tipp geben: Oft warten langfristige Anleger zu lange, bis die Kurse wieder ein Stück weit gestiegen sind. Es geht aber nicht darum, den perfekten Tiefpunkt zu erwischen, was Du wahrscheinlich auch nie schaffen wirst. Ganz wichtig ist, überhaupt investiert zu sein. Auf lange Sicht ist das Timing untergeordnet.

Baue also ein sicheres Depot auf: Verteile dein Geld auf verschiedene Aktien und auf verschiedene Länder. Wenn Du dann mittel- bis langfristig planst, kannst Du faktisch kein Geld verlieren. Auf eine Sicht von 3 bis 7 Jahren können Aktien nur steigen. Wenn Du das Ganze mit Sparplänen koppelst und dazu eine gewisse Cash-Quote aufbaust, die Du in schlechten Marktphasen wie jetzt langsam und systematisch in den Markt schiebst, wirst Du zusammen mit diesen Tipps eine vernünftige Rendite erzielen.

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Nov 21

#171 Nie wieder arbeiten! So hat Bastian Hintz seinen Ausstieg geschafft!

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So gelingt Dir finanzielle Freiheit durch einen erfolgreichen Exit!

Dass finanzielle Freiheit kein unerreichbarer Traum bleiben muss, beweist mein heutiger Interviewgast Bastian Hintz. In dieser ganz besonderen Folge erzählt er davon, wie er es geschafft hat, finanziell frei zu werden und was danach kommt. Schließlich braucht jeder Mensch eine Aufgabe.

Über diese spannenden Themen sprechen wir im heutigen Interview:

  1. Bastians Erfolgsweg in die finanzielle Freiheit
  2. So veränderte die Trading-Week Bastians Leben!
  3. Wie kannst Du Bastians Strategie für Dich nutzen und Deine Zielrendite an der Börse verdienen?

Bastians Erfolgsweg in die finanzielle Freiheit

Zwar hat Bastian sein Ziel „Unternehmens-Exit“ recht früh klar definiert, doch zunächst führte der Weg in die finanzielle Freiheit über einen Einstieg: Er arbeitete nach seiner Lehre in einem Unternehmen der Gebäudetechnik-Branche in Hannover, bei dem er die Gelegenheit bekam, sich mit 30 % einzukaufen. Nach einiger Zeit wurden daraus 100 %, was Bastian zum Vollzeitunternehmer machte. Dabei erlebte er alle Höhen, aber auch die Tiefen, die dieser Job mit sich bringt. Er entwickelte die Firma über 15 Jahre lang nach seinen Vorstellungen weiter: Zu Beginn hatte er fünf Mitarbeiter, zum Zeitpunkt des Verkaufs waren 30 Leute an Bord. Damit einher ging natürlich eine wesentliche Umsatzsteigerung. Dabei lernte Bastian auch die Schattenseiten des Unternehmertums kennen: Viele Jahre war er komplett ins Tagesgeschäft eingebunden, was ihm wenig Möglichkeiten gab, über den Tellerrand hinauszuschauen. Im Rückblick hält das Bastian für sein schlechtestes Investment: Es waren nicht nur anstrengende Jahre, sondern sie führten auch zu einer gescheiterten Beziehung. Er konnte allerdings aus dieser Zeit folgendes lernen: “weniger ist oft mehr”. Dieser Gedanke kam ihm auch, als er in dieser Zeit ein Auto kaufte, das ihn nicht glücklich machte, nur um es mit ordentlichem Verlust wieder abzustoßen. Auch sein bestes Investment knüpfte sich an diese Erfahrung: Die Firma gewinnbringend zu verkaufen.

Bastian plante den Exit ohne Hintertürchen

Als Bastians Motivation im Gegensatz zu den Anfangsjahren nachließ, kam der richtige Zeitpunkt für den Verkauf. Er hatte bereits einen Geschäftsführer eingestellt und das Unternehmen durch Projektleiter so gut organisiert, dass er es ruhiger angehen konnte. Zu dieser Zeit unternahm er bereits ausgedehnte Reisen, die er später noch ausweiten wollte. Noch wägte er ab: Verkauf versus klassischer Ruhestand. Zu diesem Zeitpunkt war er knapp über 40 Jahre alt. Zeitgleich führte er mit einem guten Freund ein Gespräch. Das gab den Ausschlag, in den Verkaufsprozess einzusteigen. Dabei plante Bastian den klaren Exit – er wollte keinesfalls noch ein paar Jahre in der Geschäftsführung dranhängen. Es folgten zwölf Monate der Unternehmensbewertung und des Verkaufs, dann war Bastian frei: Sowohl finanziell als auch zeitlich und räumlich.

Mit der neu gewonnenen Freiheit etwas anzufangen

Zunächst folgte Bastian seiner Lust aufs Reisen. Mit dem Camper unternahm er einen zehnwöchigen Roadtrip nach Griechenland, um unterwegs das Gefühl der Freiheit zu genießen. Auch das „Weniger-ist-mehr“-Motiv erlebte er im Camper, in dem ein 65-Liter-Wassertank auch mal leer sein kann und die Außenwände aus dünnem Blech bestehen. Das alles wurde aufgewogen vom Abenteuer, jeden Tag in neuer Umgebung mit neuen Menschen Schönes zu erleben. Die nächste Fahrt dauerte daher schon drei Monate. Sie führte Bastian durch Frankreich, Monaco und Spanien bis nach Mallorca. Dort blieb er gleich sechs Wochen – auch wegen der Trading-Week.

So veränderte die Trading-Week Bastians Leben!

Es ist ein deutliches Statement: „Die Trading-Week hat mein Leben verändert“, sagt Bastian im Interview. Er erlebte sie als intensive Zeit, durch die er viele Ideen, die ihn schon als Unternehmer beschäftigten, neu bewertete: Die Börsenwelt, der Handel, das Thema Firmenbeteiligung durch Aktien. Dabei erlebte Bastian die Ulrich Müller Wealth Akademie als Beschleuniger, um sich in diesem Bereich zu professionalisieren. Davor hatte er zwar Aktien ins Depot gepackt, doch nun lernte er viel Neues, auch durch die Community. Denn die Trading-Week nutzte Bastian als erstklassige Gelegenheit zum Networking. Das brachte einen neuen Impuls in sein Leben, der alles veränderte: Ein Teilnehmer empfahl ihm die Chiemgauer Alpen als Lebensumfeld – und Bastian machte gleich Nägel mit Köpfen. Seit einigen Monaten lebt das Nordlicht nun im südlichsten Zipfel Deutschlands und fühlt sich dort mit Lebensgefährtin und Hund sehr wohl.

Wie kannst Du Bastians Strategie für Dich nutzen und Deine Zielrendite an der Börse verdienen?

Ganz nach der Empfehlung, Börse als Beruf zu verstehen, nicht zu zocken und keine endlosen Stunden als Day-Trader vor dem Computer zu hocken, geht Bastian seine Ziele entspannt an: Nach einer ausgiebigen Morgenmeditation und einem langen Spaziergang mit seinem Hund beschäftigt er sich maximal eine Stunde am Tag mit den Anlagen: Dabei schaut er sich die Futures an und wie sich die Earnings seiner Werte entwickeln. Er verkauft seine Puts und Calls und generiert Cash-Flow. Sein Ziel von 15 Prozent Rendite im Jahr erreicht er locker. Dazu passen die Gedanken, die Bastian sich in Sachen „Wie definiere ich Wohlstand“ gemacht hat: Nach wie vor ist ihm bewusst, wie relativ wenig er braucht. Ihm ist wichtig, an einem schönen Lebensort zu sein – was ihm sowohl unterwegs als auch in seinem neuen Zuhause in Bayern bestens gelingt.

Bastians spannende Buchempfehlungen:

  • “Das Café am Rande der Welt: eine Erzählung über den Sinn des Lebens“ von John Strelecky war für ihn ein wichtiger Kick-off zur Veränderung.
  • “Im Grunde gut: Eine neue Geschichte der Menschheit“ von Rutger Bregman nährte in Bastian Hoffnung und positive Gedanken 
  • “On the Way to New Work: Wenn Arbeit zu etwas wird, was Menschen stärkt“ von Michael Trautmann und Christoph Magnussen lebt Bastian durch seinen Entwicklungsprozess selbst

Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite:

ulrichmueller.de

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